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Erdwälle im Wildpark: Soll man dem OB glauben oder seiner Verwaltung?

20%, 35% oder mehr als 50% schadstoffbelastete Wallmaterialien: Welche Zahlen stimmen denn nun? Während die städtische Gemeinderats-Beschlussvorlage 35% „entsorgungsrelevantes“ Material zu Grunde legt, der Umweltbericht 2016 aber 86% belastetes Material im  Inneren der Wälle gefunden hat, bestehen laut OB Mentrup nur 20% der Wälle aus belastetem Material.  


Am Ende der Diskussion im Gemeinderat um die Entsorgungskosten der Erdwälle unter dem KSC-Stadion ließ es sich OB Mentrup, SPD, nicht nehmen, Dr. Paul Schmidt, AfD, hinsichtlich dessen Redebeitrags öffentlich zu belehren: Es seien zwar 35% der Erdwälle wegzubringen, belastet seien aber lediglich 20%. Die restlichen 15% seien unbelastet aber für den Stadionneubau zu viel und müssten daher auch entsorgt werden. Paul Schmidt zeigte sich später ob dieser Ausführungen des Oberbürgermeisters sehr verwundert: „In der Beschlussvorlage ist von 35 % zu entsorgendem Material die Rede, in den Stellungnahmen der Stadt auf unseren Änderungsantrag von 20%. Und im Umweltbericht zum Bebauungsplan „Fußballstadion im Wildpark“ vom Januar 2016 wird ausgeführt, 86% der Bodenproben aus dem Wallinneren seien schadstoffbelastet. Die Ausführungen des OB können also nur bedeuten, dass belastetes Material nicht entsorgt, sondern wieder eingebaut werden soll. Mit unserem Änderungsantrag wollten wir dagegen eine nachhaltigen Lösung erreichen: Das gesamte, belastete Material in den Wällen soll entsorgt werden! Die etablierten Parteien dagegen wollen offensichtlich viel Geld ausgeben und die Entsorgung wiedereingebauter, schadstoffbelasteter Wallmaterialien dann doch kommenden Generationen überlassen, denn sie haben alle dagegen gestimmt!“ Marc Bernhard (AfD, Stadtrat und MdB) erinnert an die mehrfachen Anfragen der AfD zu den Mengen der belasteten Materialien im Wildpark und den damit verbundenen Risiken und Kosten, die alle unbeantwortet geblieben sind, und ergänzt: „Wir fordern OB Mentrup und die Stadtverwaltung auf, die eigenen Verlautbarungen zur Zusammensetzung der Wälle kritisch zu hinterfragen und die Grundlagen der Mengen- und Kostenschätzung offenzulegen!“


 


Bild: Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger A3/122/6/12a


 

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