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Die Kosten des Klimawandels

KV-KARLSRUHE - 29.07.2022

Als reichten die Schreckensnachrichten der letzten Monate nicht aus, brachte die Tagesschau am 18.07.2022 die Meldung über die Schäden des Klimawandels in der BRD zwischen 2000 und 2021 und geleitete damit die Zuschauer in den wohlverdienten Feierabend.
In einer vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz in Auftrag gegebenen Studie hatte das Forschungsinstitut PROGNOS eine extremwetterbedingte Gesamtschadenssumme von 145 Mrd € für die Jahre 2000-2021 ermittelt. 1)

Wie im folgenden aufgezeigt wird, enthält die Präsentation der Ergebnisse dieser Studie in der Tagesschau einige methodische Schwächen (die auch in der Berichterstattung der BNN nicht vermieden wurden):
1. Für den Betrachtungszeitraum wurde ein durchschnittlicher Schadenswert von 6,6 Mrd € pro Jahr angegeben und somit der Eindruck erweckt, die Schäden träten kontinuierlich auf. Die u.s. Abbildung aus der PROGNOS-Studie hingegen zeigt, daß die Schadenshöhe zwischen den Jahren außerordentlich stark schwankt. So überschritten in fünf Jahre die Schäden jeweils den Wert von 10 Mrd €, in neun Jahren lagen sie unter 1 Mrd €.

Ob die o.s. Graphik wirklich eine Bestätigung der These eines kontinuierlichen Anwachsens der klimabedingten Schäden dar- stellt oder eher die Folgen zufälliger Wetterereignisse widerspiegelt, soll hier nicht näher untersucht werden.

2. Gravierender erscheint, daß in dem Tagesschau-Bericht die Schadenshöhe als absolute Zahl genannt und ihre volkswirtschaft- liche Bedeutung nicht durch Vergleichszahlen erläutert wurde. Der absolute Wert von 145 Mrd € mag zunächst als erschreckend hoher Wert erscheinen. Auch wenn man den jährlichen Durchschnittsschaden von 6,6 Mrd € betrachtet, mag diese Höhe man- chem Zuschauer eine schlaflose Nacht bereiten. Bezieht man die Schadenswerte jedoch auf die volkswirtschaftliche Gesamt- leistung der BRD, ergibt sich ein weitaus weniger dramatisches Bild. Die u.s. Abbildung stellt die Entwicklung des BIP der Klima- folgenschäden gegenüber. 2)

Hier zeigt sich, daß im Jahr der Sturzflut im Ahrtal (2021) die Schadenssumme einen Anteil am BIP von 1,1% ereichte, während der Gesamtwert der Schäden im gesamten Betrachtungszeitraum von 22 Jahren bei einem BIP-Anteil von 0,2% lag.
Den Journalisten der Qualitäts- und Wahrheitsmedien sei für die Zukunft empfohlen, 1. keine künstlichen Durchschnittswerte
zu bilden und 2. es nicht bei der Benennung absoluter Schadenswerte zu belassen, sondern diese durch Vergleichszahlen zu gewichten. Es könnte ansonsten der unangenehme Eindruck einer absichtlichen Dramatisierung der Geschehnisse entstehen.

1) Prognos, Kosten durch Klimawandelfolgen
2) Eigene Darstellung nach destatis, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung

 

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